Gold deutlich im Minus

Der Goldpreis fiel an der Comex-Börse in New York deutlich auf $1.300 pro Unze.

Im Laufe des Tages fiel der Goldpreis auf $1.283,60 pro Unze, was einem Verlust von $30 pro Unze oder mehr als 2 % entspricht, und es wurden mehrere große Verkaufsaufträge ausgeführt. Gold hatte im Juli mit $1.380 pro Unze ein Zweijahreshoch erreicht und damit eine der besten Jahresleistungen seit 1980 erzielt.
Der Goldmarkt leidet unter den Folgen der Unsicherheit über die Zinserhöhungsabsichten des Offenmarktausschusses der US-Notenbank. Nach der Veröffentlichung der US-Konjunkturdaten in der letzten Woche steigt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Dezember weiter an.

Die US-Präsidentschaftswahlen und die sehr niedrigen Realzinsen in den USA dürften für eine anhaltende Nachfrage nach Gold sorgen. Ein Sprung über die Marke von $1.300/oz könnte ein erster Hinweis darauf sein, dass sich der Markt wieder stabilisiert.

Gold runter

Der Goldpreis gab leicht nach, da starke US-Wirtschaftsdaten die Aussicht auf eine Zinserhöhung der Federal Reserve in den kommenden Monaten verstärkten.

Nach einem leichten Anstieg zu Beginn der Sitzung (siehe Video) beendete der Goldpreis zur Dezember-Lieferung an der Comex-Abteilung der New York Mercantile Exchange schließlich mit einem Minus von 0,3 % bei $1.263,90 pro Unze. Die US-Wirtschaft scheint wieder zu wachsen, was darauf hindeutet, dass die Fed die Zinsen noch vor Ende des Jahres anheben wird. Höhere Zinssätze wirken sich oft nachteilig auf den Goldpreis aus, der bei steigenden Kreditzinsen nur schwer mit den Investitionsrenditen konkurrieren kann.
Einige Analysten sind der Meinung, dass der Druck einer bevorstehenden Zinserhöhung durch andere Faktoren, einschließlich der wachsenden physischen Nachfrage nach dem Metall aus China, ausgeglichen werden könnte. In den ersten acht Monaten des Jahres 2016 beliefen sich die Nettoexporte von Gold aus Hongkong nach Festlandchina laut HSBC auf insgesamt 555.300 Kilogramm, was einem Anstieg von 15 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
Der Goldpreis könnte auch von der geopolitischen Unsicherheit der US-Wahlen profitieren, so die HSBC-Analysten. Silber zur Dezember-Lieferung stieg um 0,6 % auf $17,60 pro Unze, Platin zur Januar-Lieferung stieg um 0,7 % auf $939,10 pro Unze und Palladium zur Dezember-Lieferung stieg um 1,6 % auf $630,75 pro Unze.

Goldpreis fällt erneut

Gold zur Lieferung im Dezember fiel an der Comex-Abteilung der New York Mercantile Exchange um 1,2 % auf $1,253 pro Unze und damit auf den niedrigsten Preis seit Anfang Juni.

Der stetige Rückgang der US-Arbeitslosigkeit ist ein Argument für eine Zinserhöhung im Dezember und lässt den Goldpreis fallen.
Dieser jüngste Rückgang des Goldpreises könnte die physische Nachfrage ankurbeln, so die Commerzbank AG in einer Notiz. Die indische Nachfrage dürfte aufgrund des Beginns der Diwali- und Dussehra-Festivals und der religiösen Feiertage steigen, ganz zu schweigen von der bevorstehenden Hochzeitssaison, was dazu führen könnte, dass Indien in den kommenden Monaten wieder große Mengen an Gold importiert. China und Indien sind die weltweit größten physischen Käufer von Gold.